Hautleim und Fischleim sind bewährt, stark und mit Wärme oder Feuchtigkeit lösbar. Sie erlauben spätere Korrekturen und respektieren historische Konstruktionen. Moderne Optionen können sinnvoll sein, wenn Reversibilität, Elastizität und Alterungsbeständigkeit stimmen. Entscheidend ist, nicht stärker zu kleben, als das Holz arbeiten darf. Teste an Proben, führe Feuchtigkeitsmessungen durch und spanne moderat. So entsteht Halt, der mit dem Möbel atmet, statt es starr zu machen und künftige Pflege zu erschweren.
Ein behutsam aufgebauter Schellackfilm mit dem Polierballen bringt Tiefe, ohne Poren zu ersäufen. Zwischenschliffe mit feiner Körnung und entstaubte Flächen verhindern Schlieren. Natürliche Öle wie Leinöl oder Tungöl nähren Fasern, Bienenwachs schützt und verleiht haptische Wärme. Wichtig ist Geduld, dünne Schichten und Zeit zum Aushärten. So entsteht ein lebendiges Finish, das sich reparieren lässt, statt abzublättern, und den alltäglichen Berührungen würdig standhält.