Aus der Lokalauktion kam ein Stapel Turnhallenbohlen, dicht gezeichnet, voller Kerben. Nach Reinigung, Nut-Feder-Reparaturen und Ölfinish entstand ein Boden, der Gespräche trägt. Die ehemalige Werkbank wurde zur Insel mit eingelassener Steckdose, alte Spinde bewahren Vorräte. Eine emaillierte Lampe bündelt Abendlicht. Die Küche erzählt nun von Bewegung, Gemeinschaft und Gelassenheit. Pflege ist unkompliziert: Seifenlauge, punktuelle Ausbesserungen, keine Angst vor Spuren – sie sind Teil der täglichen Choreografie.
Von einer Bühne gerettete Rahmen bekamen ein zweites Leben als Regalwände. Wir konservierten die Malspuren, versahen Rückseiten mit Brandschutzlasur und integrierten verdeckte Schienen für flexible Hängungen. Ein rollbarer Tisch aus Gerüstbohlen macht Platz für große Leinwände. Das unperfekte Holz schluckt Lampenblendung, während gezielte Spots Werke akzentuieren. Die Geschichte der Kulissen bleibt spürbar, doch das Atelier ist hoch funktional. Wer arbeitet, fühlt sich getragen, nicht überwältigt, und kann mühelos umstellen.